Vor kurzem ist mir @aleabitoreddit in meinem Feed aufgefallen, die von einer Investitionsrendite von 4502 % in diesem Jahr berichtet – ihr Kapital hat sich damit mehr als ver45facht.

Die Zahl ist atemberaubend, aber was mich noch mehr fasziniert hat, ist, dass ihre Logik nicht komplex ist. Normale Leute können sogar versuchen, sie mit heimischen KI-Tools nachzubilden, anstatt auf GPT angewiesen zu sein.
Ich habe mir etwas Zeit genommen, um ihren Ansatz zu analysieren, und die Kernlogik sowie die operativen Schritte für euch aufbereitet.
Kernlogik: Nicht Trends hinterherjagen, sondern die „Engpässe" finden
Die meisten Leute kaufen Aktien, indem sie schauen, was gerade steigt, oder in heiße Sektoren einsteigen, sobald Influencer Chancen erwähnen. Das Ergebnis ist oft, dass man einsteigt, wenn die Kurse von Institutionen bereits in die Höhe getrieben wurden.
Serenities Methode ist das Gegenteil.
Sie jagt nicht dem Wind hinterher, sondern sucht die „Kehle" des Windes – das Glied in einer Branche, das am ehesten zum Engpass wird, am schwersten zu ersetzen ist, das Angebot am trägsten nachzieht und dennoch absolut unverzichtbar ist.
Zum Beispiel:
Wenn ein Sektor explodiert, geht meist nicht den nachgelagerten Montagewerken die Luft aus, sondern einem vorgelagerten Rohstoff, einer Schlüsselkomponente oder einem obskuren Zwischenprozess. Dieses Segment mag eine geringe Marktkapitalisierung haben und kaum in den Nachrichten sein, aber wenn es hier einen Engpass gibt, wird die gesamte Wertschöpfungskette ausgebremst. Diesen Schritt zu finden, nennt sie „wo der Wert liegt".
Drei praktische Schritte: Meine Dekonstruktionsmethode
Ich bin dieser Logik selbst gefolgt und habe sie in drei Schritte unterteilt, um emotionales Investieren zu vermeiden.
Schritt 1: Prüfen, ob der Makrotrend solide ist.
Schau nicht auf die heutigen Tagesgewinner. Finde Richtungen, die sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich weiterentwickeln werden, wie KI-Robotik, Substitution heimischer Produkte, Low-Altitude Economy, Advanced Packaging oder Schlüsselmaterialien für Energiespeicher. Die Anforderung ist, dass die Nachfrage für 2–3 Jahre gesichert ist, nicht nur eine kurzfristige politische Maßnahme oder ein Quartal mit Aufträgen.
Schritt 2: Zerlege die Branche in eine detaillierte Kette.
Sobald ein Sektor ausgewählt ist, schau nicht sofort auf Aktien. Zeichne die Wertschöpfungskette: vorgelagerte Rohstoffe, wichtige Anlagentypen, Zwischenkomponenten, Module, nachgelagerte Systemintegration und Endanwendungen. Dafür kannst du KI nutzen, was ich später erklären werde.
Schritt 3: Finde den „Engpass", nicht den Marktführer.
Das ist der entscheidende Schritt. Ich frage mich immer wieder:
- Wenn die Branchennachfrage sprunghaft ansteigt, was wird zuerst knapp?
- Welches Glied hat die höchste technische Hürde und ist am schwersten zu skalieren?
- Welches Glied können Kunden, sobald es integriert ist, am schwersten ersetzen?
- Welches Glied ist nicht das größte Unternehmen, aber am ehesten der „Engpass"?
Diese Fragen herauszufiltern, bringt meist ein paar „Engpass"-Kandidaten. Du siehst nicht mehr „dieser Sektor steigt", sondern „wenn hier der Faden reißt, müssen alle anderen warten". Dieser Wert wird von Institutionen oft spät erkannt und ist noch nicht vollständig im Aktienkurs eingepreist.
Wie man heimische KI-Tools für diese Schritte nutzt
Viele denken, dass man GPT oder Gemini für Branchenanalysen braucht, aber heimische Tools wie Doubao, Qianwen oder DeepSeek sind völlig ausreichend, wenn man die richtigen Fragen stellt. Meine Erfahrung ist, vage Fragen zu vermeiden und sie stattdessen spezifisch und durchdringend zu stellen.
Zum Beispiel kannst du Schritt für Schritt fragen:
- "Bitte zeichne mir die vollständige [Robotik]-Wertschöpfungskette auf, von vorgelagerten Materialien bis zur nachgelagerten Montage, detailliert nach Hierarchie aufgelistet."
- "In dieser Kette: Welche Glieder haben die höchsten technischen Hürden? Welche haben den langsamsten Kapazitätsausbau?"
- "Wenn die Roboterbestellungen nächstes Jahr um das Zehnfache wachsen, welches Glied wird zuerst einen Kapazitätsengpass erreichen? Warum?"
- "In diesen Engpassgliedern: Welches sind die wichtigsten heimischen Unternehmen? Wie ist ihre Kundenbindung und wie schwer sind sie zu ersetzen?"
Stelle zu jedem Glied separate Fragen und hake mit Folgefragen nach.
Ich befrage Doubao, DeepSeek und Qianwen separat und extrahiere nur Informationen, die von allen drei genannt werden, und vergleiche sie dann mit Prospekten oder Branchenberichten. Das bietet eine hohe Zuverlässigkeit, selbst ohne Überseemodelle. Obwohl heimische KI bei der Durchdringung globaler Ketten leicht hinterherhinken mag, schließt diese Kreuzvalidierungsmethode die Lücke effektiv.
Persönliche Reflexionen
Das Wesen dieser Methode ist, eine „Herdenmentalität" durch „Wertschöpfungsketten-Denken" zu ersetzen und KI zu nutzen, um Informationen schnell zu strukturieren. Es mag dich nicht über Nacht reich machen, aber es führt die Aktienauswahl auf den fundamentalen Punkt zurück: „Was ist wirklich knapp?"
Ein kleiner Tipp:
Wenn du interessiert bist, stürz dich nicht gleich in Käufe. Nimm eine Branche, die du gut kennst, und führe diese Fragen mit DeepSeek durch, um zu sehen, ob du „Engpässe" findest, die du zuvor übersehen hast. Wirklich wertvolle Informationen verstecken sich oft in diesen übersehenen Gliedern.
Schlussbemerkung
Die obigen Inhalte sind eine persönliche Zusammenfassung von Anlageideen und stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen erfordern dein eigenes Urteilsvermögen. Diskutiere gern in den Kommentaren mit und folge mir für mehr.





